11 Fragen an: Munich Limited

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Über Munich Limited stolperte ich zufällig durch eine Bildersuche im Internet. Die Idee ist so einfach wie genial: Die Gründerin Amelie Hoffmann übertrug das Prinzip des künstlerischen Originals auf Seidentücher in limitierter Auflage und bringt so ganz neue Facetten der Kunst in die Mode.

Vielen Dank, liebe Amelie, für das spannende, kurzweilige Gespräch, mit dem ich allen einen inspirierten Start in die neue Woche wünsche.

 

Wer bzw was ist Munich Limited in wenigen Sätzen?
Munich Limited ist die Idee, Kunst auf einem Produkt eine neue Darstellungsmöglichkeit zu geben, anstatt sie nur an die Wand zu hängen. Ich wollte Kunst in den Kleiderschrank bringen, und das bietet nun die Seidentuchkollektion.

Und wie bist Du auf die Idee gekommen?
Die Idee ist mir auf einer Jahresausstellung in der Akademie der Bildenden Künste in München gekommen, und dann habe ich auch ziemlich spontan losgelegt.

Hattest Du davor schon einmal etwas mit Kunst zu tun bzw. Schnittstellen zur Kunst?
Ich habe Marketingkommunikation an der University of Arts in London studiert. Dort war bereits eine Schnittstelle zur Kunst gegeben. Der Fokus des Studiums lag auf der Vermarktung kreativer Produkte und Einbringung innovativer Ideen. Ich war zu dieser Zeit oft in der Kunst unterwegs, habe viele tolle Ausstellungen in London gesehen. Das hat mir Inspirationen für meinen Berufsweg gebracht. Munich Limited verbindet beide Welten wieder sehr schön.

Du lässt junge Kunst auf Seidentücher drucken – war es schwer die Künstler für Dein Vorhaben zu begeistern?
Anfangs musste ich den Künstlern mein Vorhaben ganz genau erklären, da einige die Idee zuerst gewöhnungsbedürftig fanden. Sie haben sich selbst noch nie im Bereich Mode gesehen. Das Konzept war aber super spannend und sehr hochwertig, sodass ich die Künstler dann doch schnell davon überzeugen konnte. Durch die limitierte Auflage, ist eine Exklusivität der Tücher gegeben. Ece und Ana waren gleich zu Beginn Feuer & Flamme, weil sie der Design bzw. der Mode Branche näher stehen, die anderen fanden das als Experiment spannend.

Hattest Du eine Art “Prototypen” bevor Du mit den Tüchern in Serie gegangen bist?
Nein, es gab keinen Prototypen. Dafür war die Zeit zu knapp, denn ich wollte die Kollektion schnell auf den Markt bringen. Es war wirklich ein absolutes Experiment. Ich hatte eine super Manufaktur in Italien gefunden, die sehr vertrauenserweckend war und bereits für tolle Designerlabels produziert, von daher wusste ich, dass die Qualität gut wird. Es war sehr spannend zu sehen, wie die Kunstwerke auf Seide wirken – sozusagen ein absolutes Abenteuer.

 

Wie kamst Du gerade auf diese Manufaktur in Italien? Bestanden da bereits Kontakte?
Ich habe viel recherchiert und wollte gerne in Europa produzieren. Italien ist neben Frankreich das klassische Land für Mode und dann fiel die Wahl auf Italien. Es gibt gar nicht so viele Manufakturen, die sich darauf spezialisiert haben. Letztendlich wurde es dann eine kleine familiäre Manufaktur, das fand ich charmant, da es zur Marke passt.

Schon mal vor Ort gewesen?
Leider noch nicht – aber es ist eines meiner nächsten Ziele. Ich habe selbstverständlich schon viel mit der Manufaktur telefoniert – die Verbindung stimmte einfach.

Die Tücher changieren je nach Tragewinkel und geben so jeweils eine völlig neue Stimmung wieder – war das beabsichtigt?
Ich war selbst ganz überrascht, dass je nachdem wie man die Tücher trägt, ein ganz anderer Ausschnitt zur Geltung kommt. Beispielsweise, ob man eine kräftige oder dezente Seite zeigen möchte. Das Spiel mit der Kunst, diesen spannenden Effekt merkte ich erst richtig, als ich die Tücher selbst in der Hand hielt.

Du nimmst zwei Elemente -Leinwand und Seidentuch- die bereits autark existieren und kreierst daraus etwas Neues. Verstehst Du dich selbst als Künstlerin oder als jemand, der die Kunst in Mode bzw. die Mode in Kunst übersetzt?
(Lacht…) Ich sehe mich selbst nicht als Künstlerin. Ich sehe mich als “Enablerin”, jemand der es möglich macht, dass Künstler in eine andere Branche reinschnuppern, und den Rahmen dafür schafft. Es ist eine wunderbare Möglichkeit mein Fachwissen in das Produkt zu stecken. Ich kann über die Künstler und ihre Kunst erzählen und muss mich selbst nicht in den Mittelpunkt stellen.

Derzeit gibt es vier Motive. Wird es eine Fortsetzung geben?
Das ist meine erste Kollektion. Es ist ein Test mit den dazugehörigen Fragen; wer trägt diese Seidentücher, wen interessiert das Produkt und wo kann ich die Tücher anbieten. Es ein Grenzprodukt zwischen Kunst und Mode. Wenn es Erfolg hat, wird es weitere Tücher geben.

Und wo gibt es die Tücher zu kaufen?
Die Tücher gibt es online unter www.munichlimited.com zu kaufen. Außerdem haben wir immer wieder verschiedene Sales-Events z.B. bei Mohrmann Basics in den Fünf Höfen in München. Zum Launch hatten wir die Tücher im Rahmen einer Vernissage präsentiert. In Zukunft planen wir weitere Sales Events und Vernissagen in Kombination mit Kunstwerken.

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