Artmuc 2017 Praterinsel München

Da ist sie wieder, die ARTMUC

Artmuc 2017 Praterinsel MünchenWieder ein Jahr vergangen – die ARTMUC 2017 ist bis zum Sonntag auf der Praterinsel in München geöffnet. Ich mag den Ort, den morbiden Charme der Immobilie, genau richtig für die Präsentation von innovativer Kunst. Das Haus 3 ist dieses Mal nur im Erdgeschoss bespielt. Schade, wirklich schade. War es doch gerade das erste Obergeschoss, was das meiste Potential im Gesamtgefüge hatte.

Rund 90 Künstler sind vertreten Querbeet aus den Bereichen Malerei, Illustration, Radierung, Fotografie, Skulptur, Performance, Objekt- und Digitalkunst, Urban Art und Street Art.

Alles in allem bewegt sich die ARTMUC dieses Jahr recht flach. Viel, sehr viel gefällige und dekorative Kunst, schön anzusehen. Soetwas mag ich auch, in der Fülle allerdings, langweilt mich das unendlich.

Weniger gelangweilt hat mich die Videokünstlerin Betty Mü. Auf ihre Arbeiten freue ich mich bei jedem Besuch aufs Neue. Die Videoinstallation unter der Treppe, war es, die mich besonders eingefangen hat. Grüne und blaue Augen – endlos aneinander und übereinander positioniert, blinzeln hektisch hin und her. Fokussierend. Herausfordernd. So als ob, ein augenscheinliches Wachrütteln der Besucher, der Träger der Botschaft wäre: Have a Look.

Spannend fand ich die Arbeiten der Künstlerin Eliane Zinner, die Kopftücher jeglicher Couleur auf die Leinwand bannte.

Wunderbar erfrischend waren die Schreibmaschinen-Kunstwerke von Loreen Fritsch, die mittels der Schreibmaschinen Adler Junior 2 und Triumph erschaffen wurden. Sehr ungewöhnlich für eine Künstlerin, die als „digital Native“ -wie es so schön heißt- aufgewachsen ist. Grafisch ansprechende, innovative Kunst auf einem alten Medium, wo Fehler nicht zu löschen sind. Und wenn ich für meine Schwiegermama jemals Kunst für ihr Büro aussuchen sollte, dann genau diese.

Seine Arbeiten haben mir in diesem Jahr am besten von allen gefallen: Aramis Navarro. Ein Schweizer Künstler, der der Kunst, auf eine ganz eigene Art die ernste Schwere nimmt. Leichtfüßig, witzig und wortspielerisch kommts sie daher. Ob „erWiesen„, „Backwards“ oder „Faltern„; sie haben mich alle, wirklich allesamt berührt.

Für alle die es bis Sonntag nicht schaffen vorbei zu sehen, ein zweiter Termin für dieses Jahr ist im Oktober angesetzt.

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