Jahresausstellung 2014: Historische Aula

Von der historischen Aula der AdBK ist in dem abgedunkeltem Raum nicht viel zu erkennen. Lichtinstallationen und gezeigte Miniaturen blitzen nach außen. Fasziniert bewege ich mich durch den Raum, zu den einzelnen Installationen, wie ein Motte um das Licht.

Eingang links gewährt Theresa Scheitzenheimer (vgl. Foto 2 v.o.) private Blicke.

Sie rekonstruiert „alle Betten, in den ich geschlafen habe und an die ich mich erinnern kann“ als Miniaturen, die wie biographische Schlaglichter zu lesen sind: Stellvertreter für schöne, aufregende, schmerzhafte oder traurige Erfahrungen.

Gülbin Ünlüs lässt weiße Wände umfallen, dumpf und vibrierend, als wäre man real dabei.  Fortwährend ohne Ende in ein dunkles Nichts und schwarze in ein helles Nichts.

Auch Anina Stolz (vgl. Foto 1 v.o.) präsentiert eine Endlosschleife und projiziert eine Schwimmbadszenerie aus dem Olympiabad an die Decke der Historischen Aula. Schillernd. Erfrischend. Ein Mensch schwimmt durch das Beckenidyll und durchbricht für einen kurzen Augenblick die plätschernde Landschaft. Nochmal und nochmal.

In Lena Policzkas (vgl. Foto 1 v.o.) geheimnisvollem Labor in der Mitte des Raumes stecken in vier mal fünf Glaszylindern scheinbar unbekannte Eigenleben – atmend, fragil und fremdartig. Faszinierend.

Faszinierend vielschichtig – die vierteilige Videoinstallation von Anne Pfeifer und Bernhard Kreuzer. Sie zeigen auf vier Monitoren „Splitterstücke“ von Menschen, die Körperpartien fremder Menschen auf reflektierende Spiegelscherben vor ihren Gesichtern bewegen. Langsam, bedacht. Entschleunigend. Teile des Gegenübers werden so zum Teil des eigenen Gesichts. Großartig.

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1 Kommentar zu “Jahresausstellung 2014: Historische Aula

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