Osterpost

frohe_oster_trockel_unterwegsinsachenkunstOstergrüße sind immer eine Freude, jegliche Ostergrüße. Unbescholten; ich bin ein Befürworter des Digitalen, doch es geht nichts über haptische Osterpost im Briefkasten, da bin ich Oldschool.

Im letzten Jahr gabs diesen hier, den ich wahnsinnig gerne mag, da er urprünglich so schön vergänglich ist, gäbe es nicht die Restauratoren, die mit großem Eifer genau dem Entgegen wirken und somit auch genau unser Zeit entsprechen. Alles ein doch so schöner Schein.

Und dieses Jahr – ein Vorhang aus Eiern. Rosemarie Trockel, eine Große unter den Künstlerinnen, von den es immer noch viel zu wenig so weit oben gibt. Ihre Kunst arbeitet sich am ewigen Rollenbild ab – weibliche Perspektiven,  gefüllt von gesellschaftlich und kulturell geprägten Symbolen und Kodierungen. Großartig, immer wieder.

Doch was sagt die Symbolik vergangener Kunst-Epochen zum Ei? Das Terrain der alten Meister betrete ich nicht oft, doch es wichtig, um die Modernen zu verstehen. Uns so habe mal wieder im Lexikon nachgeschlagen:

<Als Keimzelle neuen Lebens ist das Ei ein allgemein verbreitetes Fruchtbarkeitssymbol. Es gilt aber auch als Sinnbild für Reinheit und Vollkommenheit. In Indien ist es auch ein Sinnbild des Weltganzen (Weltei). Die antiken Dioskuren, die mythischen Helden Kastor und Polydeukes/ Pollux sind zumindest in einer der widersprüchlichen Überlieferungsformen aus einem Ei hervorgegangen, nachdem sich der Göttervater in Gestalt eines Schwans mit seiner Geliebten Leda vereinigt hatte (Lukian). Da die Schale, die vom Küken durchbrochen wird, im mittelalterlichen Denken mit dem Grab verglichen wurde, aus dem Christus auferstand, konnte das Ei als Sinnbild neuen Lebens auch zum Auferstehungssymbol werden. So ging das alten Frühlingsbräuchen zugehöriges Ei als Osterei auch in die christliche Symbolik ein>

Dieses Magazin hat zehn Eier der Kunstgeschichte gesammelt – interessant. Und welche (Oster)Ei oder Skulpturen in der Kunst fallen Euch so ein? Schreibt mir, würd‘ mich freuen.

Habt noch eine feine restliche Osterzeit.

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2 Kommentare zu “Osterpost

  1. Ei,Ei,Ei. Im Mensainnenhof der Weimarer Bauhaus-Uni findest Du folgendes: http://www.iljastreit.de/blog/6/ (auf der Seite etwas runterscrollen, Du kannst es nicht verfehlen) Ich habe leider online keine besseren Infos dazu gefunden, so also der kleine Umweg über den Restaurator. Aber das hat er sich dann auch verdient. :) Liebe Grüße, Annett

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