Reading Andy Warhol – und eine One Blue Pussy im Original

Andy Warhol –  er ist der Meister der Pop Art, hob Kommerz zur Kunst, seine Werke sind weltweit in den großen Kunstmuseen vertreten. Was die wenigsten wissen, bevor er ein gefeierter Künstler der Pop Art wurde, war er ein erfolgreicher Werbegrafiker in New York, arbeitete für Modemagazine wie <Vogue>, <Glamour> oder <Harper’s Bazaar>. Darüber hinaus illustrierte er Bücher, gestaltete Bucheinbände – Unikate wie auch Großauflagen. Diese weniger bekannten Werke sind -nur noch bis morgen- im Untergeschoss des Museum Brandhorst zu bestaunen: Reading Andy Warhol

Auf die Ausstellung war ich sehr gespannt, denn Warhols Grafiken hatte ich noch nie zuvor im Original gesehen. Zu einer dieser unbekannten Werke habe ich eine ganz spezielle Verbindung, denn die bekam ich vor ein paar Jahren als Druck anlässlich meines Geburtstages von zwei meiner Mitarbeiter geschenkt  und war ziemlich gerührt. Zum einen über das Geschenk an sich und zum anderen über eine fast unbekannte <One Blue Pussy> anstatt eines „Mainstream Warhols“. 1954 entstand das Bild für ein Katzenbuch  <25 Cats Named Sam and One Blue Pussy>. Die Motive pauste Warhol von Fotos ab und übertrug sie im Abklatschverfahren. Für das Buch wurden dann diese Abdrücke im Offsetverfahren vervielfältigt. Dann ließ Warhol sie von Freunden mit Wasserfarben kolorieren. Das Originalbuch im A5 Format  stand aufgeklappt in einer Vitrine und die <One Blue Pussy> blieb im verborgenen umaufgeschlagener Seiten und war nur als Abdruck an einer Wand zu sehen – sehr Schade. Dafür gab es eine Menge andere Schätze zu entdecken wie „to Shoe or not to Shoe“, eingebettet von etlichen projizierten Zitaten, die Warhol mal von sich gab. Lohnenswert – absolut Lohnenswert. Bis 12. Januar 2014 im Museum Brandhorst.

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2 Kommentare zu “Reading Andy Warhol – und eine One Blue Pussy im Original

  1. Danke für diesen Beitrag! Das Brandhorst Museum war mir noch kein Begriff, obwohl ich schon viele Museen in München besucht habe. Klingt nach einem lohnenswerten Ausflug. Vielen Dank auch für Deine Beschreibung von der Warhole Ausstellung! Seine Katzenbilder waren mir immer wie auch die von Walasse Ting eine Inspiration – wie man vielleicht bei meinen Katzenbildern sieht, die zur Zeit in meinem Blog etwas dominieren. Danke auch für die Erklärung, wie die Katzenbilder bei Warhole entstanden sind!
    Bin gespannt auf Deinen nächsten Museumsbesuch!
    Gerda

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