Das Rumford Labor

 

„Die Rumfordstraße in München, die kennt man einfach…“ diesen Satz schnappte ich heute morgen während  einer Konversation zwischen zwei Studentinnen in der Trambahn Richtung FH auf. Oh ja, danke für die Erinnerung – sofort fallen mir die temporäre Kunstwerke  des Rumford-Labors ein, die ich noch mir noch unbedingt in München ansehen wollte.

„2014 jährt sich zum 200. Mal der Todestag des Erfinders und Reformers Sir Benjamin Thompson, der als Graf Rumford in die Geschichte Münchens eingegangen ist. Er war Abenteurer, politischer Hasardeur, Frauenheld, Sozialreformer, Erfinder und Naturwissenschaftler. Die Münchner verdanken ihm den Englischen Garten, die Briten die „Royal Institution“ (ein bis heute bestehendes Wissenschaftskolleg), die Bayern die Kartoffel auf ihrem Speiseplan und der Rest der Menschheit theoretische Erkenntnisse über Thermodynamik, aus denen ganz praktische Anwendungen wie hellere Öllampen, bessere Herde und wärmere Öfen resultierten.“

Kunst im öffentlichem Raum; eine Bereicherung  – mit historischen Kontext lehrreich zugleich. So mag ich das. Ach schade, schwirrt mir durch den Kopf, während ich auf meinem Smartphone tippe – bis 28. Juni; vorbei. Zwei habe ich noch für euch in Petto; gesehen Ende Mai. Eine übergroße goldene Kartoffelskulptur von Alix Stadtbäumer auf der Grünfläche vor dem Rumfordschlösschen.

„Hintergrund des Kartoffelmotivs ist Rumfords Einführung der Kartoffel in den Speiseplan der bayerischen Bevölkerung. Für Suppenküchen zur Speisung der Armen erfand er die Rumford-Suppe, ein billiges, aber nahrhaftes Eintopfgericht, das europaweite Verbreitung in der Armenfürsorge fand. Hauptbestandteil der Rumford- Suppe waren Kartoffeln, die bislang von der bayerischen Bevölkerung misstrauisch abgelehnt, von Thompson als Volksnahrungsmittel propagiert wurden.“

Und der Lageplan der einzelnen Kunststationen des Rumford-Labors als Kunstwerk selbst von der Münchner Künstlerin Rita Hensen.

Habt eine gute Woche!

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