Noch bis Sonntag: Robert Longo in der Kunsthalle Weishaupt in Ulm

Dunkel, mächtig, unheimlich faszinierend sind seine Zeichnungen – realistisch, fotorealistisch, überdemensional.

 

So mein Einstiegssatz zur Longo Ausstellung in der Kunsthalle Weishaupt Anfang des Jahres.

Auch nach meinem dritten Besuch in Ulm hat die Ausstellung nichts von der Faszination verloren. Doch dieses mal schien die mystische Dunkelheit verschwunden. Die Sonnenstrahlen durchdrangen die Räume, nahmen den Bildern alles Bedrohliche und Analytische.  Lebendig; und so ließ der Tiger (Untitled (Homage to Robert Bresson’s au Hasard Balthazar) im Obergeschoß  die Worte R.M.Rilkes in mir erklingen:

“ Sein Blick ist vom vorübergehen der Stäbe
so müd geworden…
ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille –
und hört im Herzen auf zu sein.“

Großartig – noch bis Sonntag, 25. September 2011 in der Kunsthalle Weishaupt in Ulm zu sehen und das Wetter soll sonnig werden – welch‘ Abschluss.

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