RASTER FAHNDUNG

Durchs Raster fallen? Ins Raster passen? Was sind Raster? Wo findet man sie? Und was haben Raster mit der Kunst zu tun? Dieser Frage geht das Kunstmuseum Stuttgart in einer interessanten Themenausstellung “Rasterfahndung” Raster in der Kunst nach 1945 nach.

Rasterfahndung zu verstehen einerseits Wort-Wörtlich: Fahndung nach dem Raster. Wo kommt das Raster in der Kunst nach 1945 vor? Welche Künstler beschäftigen sich mit dem Raster? Entkommt man überhaupt dem Raster in der heutigen Zeit?

Ist das Bewusstsein erst geschäft, scheinen überall Raster im urbanen Raum aufzufallen. Raster in Häuserfassaden, die den Platten auf dem  Fußweg oder sogar die eigene Küchenzeile – mehr noch; es umgibt einen bis ins Kleinste: das Gewebe unserer Kleidung, die Pixel auf dem Laptop, die Barcodes auf Produkten. Die Struktur des Rasters grenzt augenscheinlich ein und eröffnet doch Weiten.

Darüber hinaus geht es auch um den politischen Aspekt der Rasterfahndung. Um das algorithmische Prinzip Daten zu erfassen und auszuwerten um zu Ergebnissen zu kommen. Das Raster als ordnendes Prinzip – das Übersichtlichkeit schafft, gleichmäßig ist. Ein System um Komplexität greifbar zu machen, zu reduzieren. zu verstehen.

Eine großartige Ausstellung. Auf den ersten Blick selbsterklären, struktuiert, übersichtlich, geordnet, chronologisch, passend – ohne Hintergrundwissen ist der Ansatz sofort nachvollziehbar. Auf den zweiten Blick: komplex, auflösend, verworren. Unglaublich. Noch bis zum 7. Oktober 2012 im Kunstmuseum Stuttgart zu sehen.

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