uta von Naumburg

Uta von Ballenstedt und Neo Rauch im Naumburger Dom

uta von Naumburg

Beim Kreuzworträtseln wird oft nach ihrem Namen oft gefragt und sie soll sogar die Vorlage für die Stiefmutter in Disneys Märchentrickfilm “Schneewittchen” gewesen sein, das gut in dieser wunderbaren Ausstellung in der Hypokunsthalle in München herausgearbeitet wurde. Die Rede ist von Uta von Ballenstedt, eine der zwölf Stifterfiguren des Naumburger Doms. Ein namenloser Meister des 13. Jahrhunderts hat dieser adeligen Dame aus dem 11. Jahrhundert, mit eben diesem Abbild in Stein zu scheinbar ewigem Leben verholfen. Mit hoher Wahrscheinlich ohne das Wissen, wie sie zu Lebzeiten aussah. Geheimnisvoll und schön ist die gemeißelte Darstellung, direkt neben ihrem Gatten Markgraf Ekkehard II von Meißen. Aus historischer Sicht ist Uta von Ballenstedt weniger bedeutungsvoll, ebenso wie die angereihten Stifterfiguren. Der Verdienst der Abbildung ist wohl die Stiftung von Geld und Land, um den Bischofssitz von dem nahe gelegenen Zeitz, nach Naumburg zu holen. Macht und Geld war wohl auch die Motivation, dass sie erst 200 Jahre später in Stein verewigt wurde. Denn die “Urstifter” des Naumburger Bistums sollten Geldgeber für die Fertigstellung des neuen Doms werben, der den alten frühromanischen Dom an gleicher Stelle ersetzte.

Der Naumburger Dom “St. Peter und Paul” gehört zu den bedeutesten europäischen Bauwerken des Hochmittelalters. Ein guter Grund die UNESCO Welterbestätte zu besuchen, doch noch ein weiterer guter Grund lockt seit 2007 nach Naumburg: drei von Neo Rauch gestalteten Glasfenster in der Elisabethkapelle. Die Darstellungen erinnern an das Wirken der heiligen Elisabeth von Thüringen, die Patronin der Nächstenliebe.

Domfenster Neo Rauch

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