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Wie fanden Sie die Documenta 14?

Liegestuhl documenta14 in Kassel unterwegsinsachenkunst

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Pathenon der Bücher der argentinischen Künstlerin Marta Minujín
Stadtmuseum documenta14 in Kassel unterwegsinsachenkunst
Hans Eijkelboom im Stadtmuseum

documenta14 in Kassel unterwegsinsachenkunst

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Otobong Nkanga, Black Stone

„Wenn man sich in der Kunstszene Feinde machen will, braucht man nur die Documenta zu leiten.

… . Alle Künstler, die nicht ausgewählt wurden, finden einen sowieso doof. Aber die 150 Künstler, die dabei sind, finden einen auch nicht so doll, weil sie nicht als Stars im Mittelpunkt stehen. Und die zwei Künstler, die Sie als Stars hervorheben, halten Sie für einen ausgemachten Schwachkopf, da Sie auch noch die anderen 150 Künstler eingeladen haben, deren Arbeiten ja überhaupt nichts taugen!“

Sagte einer, der im Kunstbetrieb gut vernetzt ist – Wulf Herzogenrath, Kurator, Kunsthistoriker und einer der führenden Experten für Videokunst. Die hier aufgeführte Anzahl der Künstler und Sternchen steht natürlich nur für einen variablen Wert. Er führt einem das ad absurdum der Relationen, hier herrlich vereinfacht vor Augen.

Im Rückblick verklärt sich so vieles

Die Worte Herzogenraths sind treffend, denn irgend etwas gibt es immer an der aktuellen Documenta auszusetzen und jedwede davor, war ohnehin besser. Im Rückblick verklärt sich so vieles im Leben oder wird postum erst zusammengefügt. Warum sollte es der Documenta anders ergehen?

Halbzeit – es wird derzeit wieder viel über die Documenta 14 in Kassel berichtet. Von missraten bis  niederschmetternd. Gar das Ende der zeitgenössischen Kunst wird zur Frage gestellt.

Mein Fazit:

Muss warten. Wie lange? Kann ich nicht sagen. Das Innehalten; die Pause als subtiler Schlüssel zum Verständnis der Werke. Die „Stille“ als Grundelement, die Adam Szymczyk, der Leiter der größten Kunstschau, im Vorfeld umriss, die nehme ich mir. Wohlwollend blicke ich zurück auf die diesjährige Documenta. Vieles habe ich gesehen; lange nicht alles. Frei nach dem beruhigenden Motto  „Man muss nicht alles gesehen haben.“

Mehr Fragen als Antworten hat sie auf jeden Fall aufgeworfen;

die Vierzehnte. Soetwas schätze ich sehr. Es fordert und fördert. Einiges hat mich berührt, manches beeindruckt und mehreres ratlos zurück gelassen. Erstaunlich finde ich immer wieder die neuen Orte, die Kassel der Kunst einräumt.

An meine erste Documenta, 1992 wird sie wohl nicht rankommen – warum auch; ist ja auch lange verklärt;)

 

Und ihr? Habt Ihr schon der Documenta 14 einen Besuch abgestattet? Wie fandet Ihr die Kunstschau? Welche Fragen sind Euch aufgestoßen, ach ich bin so gespannt.

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5 Kommentare zu “Wie fanden Sie die Documenta 14?

  1. Reinhard Köhler

    Ich war natürlich auch wieder dort, in der Meinung, eine der weltweit wichtigsten Ausstellungen für zeitgenössische Kunst zu sehen. Aber warum dort reihenweise, z. B. in der Neuen Galerie, Werke mit Enstehungsdatum im 20. Jahrhundert zu sehen waren, erschloss sich mir nicht wirklich und erzeugte Enttäuschung. Auch, wenn dann aus dem Kasseler Völkerkunde-Bestand uralte anonyme Teppich-Arbeiten gezeigt werden. Das fand ich dann schon krass.
    Ich gehöre nicht zu den notorischen Documenta-Nörglern, zumindest bisher nicht. Aber dieses Mal machte sich doch Frust bei mir breit.
    Übrigens auch bezüglich eines völlig unsinnigen Katalogaufbaus. Und auch eines Grafikdesigns bei den sonstigen Unterlagen, das zwar nett anzuschauen war, aber sonst keinerlei Praxistauglichkeit hatte. Die Hilfe beim Auffinden der unterschiedlichen Ort waren dann doch sehr begrenzt. Oder leide ich an altersbedingt zunehmenden Orientierungsschwierigkeiten?
    Subjektiv: Ich habe mich noch nie so wenig für die ausgestellte Kunst begeistern können. Aber das könnte ja jetzt wirklich an mir liegen.

    • Vielen Dank für Deine Zeilen Reinhard. In Punkto Auffindung der Orte, stimme ich voll und ganz ein: der Plan war schön anzusehen, die Grundrisse der Institutionen darauf auch. Anfänglich bin ich recht orientierungslos herumgelaufen und habe einige Stationen nur dank meines Smartphones und durch Nachfragen reibungslos gefunden. Vielleicht war genau das Teil eines ungeschriebenen Plans? Was die Fülle an Kunst aus dem 20 Jh. in der größten Schau zeitgenössischer Kunst zu suchen hat, bleibt auch ein Rätsel. Was ist mit aktuellen Kunstströmungen, wie die der Streetart? Vielleicht ist das heranziehen alter Arbeiten ein sichtbarer Versuch, dass die zeitgenössische Kunst, nicht ohne die Vorige existieren kann? Und wenn: wäre der Ansatz für die Kunst nicht zu plakativ gedacht? So kamen die ethnologischen Masken in der dreifach überlagerten Videoarbeit von Theo Eshetu in der Neuen Neuen Galerie, zwar beeindruckend transformiert hervor, doch schienen sie, mit dem haften gebliebenen ersten Eindruck aus der Neuen Galerie, fast wie alte Bekannte. Überhaupt hab es viele sichtbare Dopplungen. Vielleicht in das ja die Kritik an der Diesjährigen: alles ein wenig zu offensichtlich? In diesem Sinne: die Impressionen müssen noch ein wenig sacken. Herzliche Grüße, Daniela

  2. Reinhard Köhler

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