Florian Süssmayr zeigt Elvis, Genesis P-Orrigde u.a.

Heute ging’s nach Augsburg. Das erst mal im  Augsburger Kunstverein, denn der Münchner Künstler Florian Süssmayr lockte mit dem Titel <Elvis, Genesis P-Orridge u.a.>.

Als 2008 dieser Film  in den Kinos lief, lernte ich Süssmayr als Maler kennen und war begeistert, wollte mehr von ihm sehen, dabei hatte er bereits im Jahr 2005 eine Werkschau in der Ehrenhalle im Haus der Kunst in München, die mir allerdings entging, da ich mich zu dieser Zeit lieber in Hannover herumquälte.  Der Ausstellungskatalog <Bilder für Deutsche Museen> kam Postum in mein Bücherregal und gab mir einen kleinen, wenn auch nur eindimensionalen Blick auf seine Bilder. Seither wartete ich auf eine Folgeschau und die Möglichkeit, die Bilder im Original zu sehen. Denn die wahre Größe, Material, Farbauftrag oder auch Farbabtrag, das Erspüren der Aura, schafft kein Abbild eines Katalogs.

„Es sind die einfachen Motive, die Florian Süssmayr interessieren. Der …Maler rückt Alltägliches in den Fokus der Betrachtung: Erst dadurch, dass er es malt, wird das Nebensächliche interessant, wird das Unspektakuläre ästhetisiert: Sprüche mit Edding auf Kacheln, Einkerbungen im Holz von Biertischen, Spiegelungen in den Schaufenstern von Friseursalons, eine Stehkneipe im Neonlicht, ein Selbstportrait als Johnny Thunders. Süssmayr ist geprägt von seiner Punk-Zeit, als er Teil der politkulturellen Münchener Aktionsgruppe »Freizeit 81« war, die sich – nicht lang, dafür aber nachhaltig – der Verschmelzung von Kampf, Kunst, Punk und Politik verschrieben hatte. Film und Musik waren in den 80er Jahren seine Inspiration. Scheiben der Slits, der Sex Pistols und der Ramones drehten sich auf Süssmayrs Plattenteller fast rund um die Uhr. Letztgenannten widmete er eine Serie mittelformatiger Gemälde: »Die 20 besten Songs von den Ramones«. Andere seiner Idole finden sich in der Ausstellung im Kunstverein Augsburg auf kleinformatigen Portraits wieder – darunter Elvis oder Genesis P-Orridge, für dessen legendäre »Psychic TV« Süssmayr einst mit seiner eigenen Band »Lorenz Lorenz« als Vorgruppe spielte. …“

Die Ausstellung auf zwei Ebenen eröffnet einen überraschend umfassenden Einblick in sein Werk, die Räumlichkeiten des Augsburger Kunstvereins tun ihr Übriges;  zudem ist der Eintritt frei – Florian Süssmayr: <Elvis, Genesis P-Orridge u.a.> zu sehen, noch bis zum 8. Juni 2014. Lohnenswert!

 

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6 Kommentare zu “Florian Süssmayr zeigt Elvis, Genesis P-Orrigde u.a.

  1. Kann mich – als Augschburgerin – der Empfehlung nur anschließen: Sehenswert!

  2. das zweite Bild ist ja mal ein cooles Shelfi! Schöne Spielelung:)

  3. Süßmayer kenne ich nicht, dafür Genesis P. Orridge umso besser. Insbesondere live. Scheint eine interessante Ausstellung zu sein.
    Gruß Peter

  4. Pingback: Vollgepackt mit Ausstellungstipps in Sachen Kunst so kurz vor den Sommerferien

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