Cafe im Innenhof der Glyptothek

Als König Ludwig I 1825 die Amtsgeschäfte übernahm, war das Bayern stark verschuldet – er schlug einen harten Sparkurs ein, die Staatsausgaben wurden stark gekürzt, bis auf die Kunst. Die Kunst war für Ludwig I ein Politikum, in ihr sah er ein Feld, in dem Bayern die Großmachtstellung erringen konnte. Ihm verdanken wir unter anderem die Feldherrenhalle, ein Großteil der Gebäude in der Ludwigstraße, das Siegestor, die Ruhmeshalle und Bavaria, die allerheiligen Hofkirche, Teile der Residenz, die Alte und die neue Pinakothek, der Königsplatz mit den Propyläen, der Antikensammlung und der Glyptothek. Letztere ist ein ganz besonderer Ort in München –  denn hier, zwischen all den antiken Skulpturen kommt man sich vor, als wäre man Mitten in Rom. Und das aus gutem Grund, denn bereits als Kronprinz besuchte Ludwig I Rom und erwarb damals klassische Skulpturen von internationaler Bedeutung. Er beauftragte 1916 den Hofarchitekten Leo von Klenze, ein Gebäude zu entwerfen, in dem seine Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden konnte. 1830 war es dann so weit, die Glyptothek (griech. glypte – geschnitzter Stein) wurde eröffnet. Bis heute hat die Glyptothek nichts ihrer Einzigartigkeit verloren. Das Café im Innenhof  – eine Oase. Umgeben von all den pflanzenberankten Wänden, der ionischen Säule,  den anmutenen griechischen Skulpturen, die wie aus einer anderen Welt durch die Museumsscheiben ins Hofinnere scheinen. Hier kann man wunderbar pausieren oder so wie heute einen Feiertag starten. Zweifelsohne – eines meiner Lieblingsplätze hier in München.

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