Eduardo Chillida

Eduardo Chillida – Buscando La Luz (das Licht suchend)

Prägnant ist diese rostrote Stahlplastik vor der Pinakothek der Moderne in München zweifelsohne. Sie wurde vom baskischen Künstler Eduardo Chillida geschaffen und trägt den Titel „Buscando La Luz („das Licht suchend“), bestehend aus drei zueinander gewandten trichterförmig gebogenen Stahlplatten, die miteinander korrespondieren.

Wie die drei Grazien stehen sie da – rostig und monumental. Eine geschlossene Einheit mit reichlich Raum dazwischen. Herrlich paradox, nicht wahr?

Oft verstecken sich Kinder mit großer Freude darin oder laufen dazwischen umher. Auch für Selfis aller Art hält die Plasik standhaft einher. Man kann sich daran festhalten, sich schutzsuchend einigeln, anlehnen, hervorblicken, mittendrin stehen, nach oben blicken, was auch immer. Die Plasik ist vielseitig und vor allem: beliebt.

Kurz vor der Eröffnung der Pinakothek der Moderne im Jahre 2002, wurde sie Dank einer privaten Spende aufgestellt. Symolisiert sie vielleicht einfach nur die drei Pinakotheken, verbunden und doch autark?

Anlässlich der Eröffnung der Pinakothek der Modern wurde sie in einer Publikation so schön beschrieben:

„Bestimmendes Thema im Werk des baskischen Künstlers Eduardo Chillida ist das Verhältnis von Volumen und  leerem Raum von Innen und Außen. Positiv und Negativ. Es ist Chillida’s Anliegen das Geheimnis sichtbar zu machen, das entsteht, wenn kompakte Formen aufeinander bezogen werden. Bei seinen zahlreichen Skulpturen steht die Relation zwischen der Schwere des Materials und dem nicht konkret fassbaren Dazwischen im Vordergrund – so auch in  „Buscando la Luz“ (das Licht suchend) -wesentlich für die Gesamtwirkung dieses Werks ist die Platzierung der einzelnen Elemente zueinander. Drei Teile aus gewalztem Stahl wachsen, je acht Meter hoch über ihrem U-förmigen Grundriss in leicht unregelmäßig nach außen schwingenden Wellenlinien nach oben. Die lastende Schwere des Materials und die abstrakte Form werden in diesem nahezu organischen Wachsen aufgefangen. Die Gesamtwirkung ist zudem bestimmt durch die Verschiebungen der Formen in ihrem Verhältnis zueinander und ihre leichten Unregelmäßigkeiten. „

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