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Diese Ausstellungen im Februar solltet ihr keinesfalls verpassen

Kaum hat das Jahr begonnen, steckt man schon wieder im Februar. So lockt, wie alle Jahre wieder die Diplomausstellung in die Akademie die bildenden Künste, die Bedeutung des Portraits in der Fotografie der letzten 100 Jahre zeigt die Pinakothek der Moderne an ausgewählten Positionen. In den Antikensammlungen gibt es Theaterwochen und im Umland feiert das Lechner Museum in Ingolstadt 20 jähriges Jubiläum mit einer Gegenüberstellung von Werken von Rupprecht Geiger und Alf Lechner. Genug der Aufzählungen, hier unser Empfehlungen rund um die Kunst für den Monat Februar:

GEGENÜBER. PORTRÄTS VON AUGUST SANDER BIS RINEKE DIJKSTRA IM WINTER

Die menschliche Figur als eines der ältesten Motive in der Kunst nimmt auch in der Fotografie eine bedeutsame Rolle ein. Speziell in diesem Medium verdankt sich die Darstellung gleichrangig dem ungerührten, scheinbar objektiven Auge der Kamera wie dem subjektiven Blick des oder der Fotografierenden. In einer Präsentation aus Sammlungsbeständen wird die Bandbreite der fotografischen Porträtauffassung in den vergangenen 100 Jahren an ausgewählten Positionen deutlich. Ausgangspunkt ist August Sander, der als Wegbereiter einer sachlich-konzeptuellen Fotografie Menschen unterschiedlichster Gesellschaftsschichten und Berufsgruppen typologisch zu erfassen suchte. Einer anderen Wirklichkeit hingegen nähern sich jüngere Fotografengenerationen. Rineke Dijkstra oder Wolfgang Tillmans etwa geht es darum, im Porträt auch ein individuelles Lebensgefühl festzuhalten. Darüber hinaus zu sehen sind Arbeiten von Sybille Bergemann, Ian Wallace, Judith Joy Ross, Michael Schmidt, Marie-Jo Lafontaine u. a.

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Diplomausstellung

Die Diplomausstellung präsentiert rund 80 Abschlussarbeiten von Studierenden aus den Klassen für freie Kunst – Bildhauerei, Bühnenbild und -kostüm, Fotografie, Glas, Goldschmiedekunst, Grafik, Keramik, Malerei, Medienkunst. Zudem sind Masterarbeiten aus den Studiengängen Innenarchitektur und Architektur und Kunst zu sehen.

  • Eröffnung: Diplomausstellung, Mi | 05.02.2020 | 19:00 Uhr
  • Wann: Do | 06.02. So – 11.02.2020
  • Öffnungszeiten: 14:00 – 20:00 Uhr | außer Sa/So 11:00 – 20:00 Uhr
  • Wo: Alt- und Neubau der Akademie der Bildenden Künste München | Akademiestr. 2-4
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Die fotografische Lehrsammlung der Universität der Künste Berlin 1850-1930

“Vorbilder / Nachbilder” – die beiden Doppelworte verweisen in ihrem Gegenüber auf Bezüge zwischen Bildern und auf eine Bildproduktion, bei der auf bereits vorliegende Bilder zurückgegriffen wird. In den Kunstakademien und Kunstgewerbeschulen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts dienten Fotografien als „Vorlagen” oder „Vorbilder”; als solche fungierten sie als ein eigener didaktischer Bildtypus. Fotografische Vorlagen waren wichtige Hilfsmittel in der kreativen Praxis angehender Künstlerinnen und Künstler; im Zuge ihrer Verwendung entstanden im Kunst-Unterricht „Nachbilder”: Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen und Grafiken. Und die benutzten Fotografien bilden ihrerseits in gewisser Weise nach, was in ihnen mit dem Auge der Kamera „aufgenommen” ist.

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Eine Oper über die Tragik des menschlichen Körpers 

Am Abend des Valentinstags präsentiert Sophie Schmidt den dritten Teil ihres Opern-Projekts „Da warf sie ihre Zunge raus, es gab keinen schöneren Vorhang“. In Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Akteuren wird die Premiere des ersten Akts ihrer Oper über die Tragik des menschlichen Körpers gefeiert.

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RUPPRECHT GEIGER, ALF LECHNER ROT X STAHL

Das Lechner Museum präsentiert in seine Jubiläums-Ausstellung zum 20 jährigen Bestehen des Museums. Alf Lechner und Rupprecht Geiger waren sowohl in ihrem Werk, ihrer Freundschaft, als auch durch ihre bayerischen und Münchener Wurzeln verbunden. Beide Künstler waren Autodidakten. Rupprecht Geiger zählt zu den wichtigsten abstrakten Malern der deutschen Nachkriegsavantgarde, Alf Lechner ist der bedeutendste Stahlbildhauer der Nachkriegsmoderne in Deutschland.

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Theaterwoche in den Antikensammlungen 

Antikes Theater und antike Literatur haben in den Museen am Königsplatz von jeher einen festen Platz. Bekannt als Spielstätte ist der Innenhof der Glyptothek. Aber auch die Antikensammlungen boten in den vergangenen 15 Jahren immer wieder szenischen Aufführungen antiker Stoffe Raum. Georg Rootering hat hier mit großem Erfolg Arrangements griechischer Dramen und römischer Lyrik geschaffen, die dem Publikum im Ambiente der antiken Kunstwerke das Denken und Fühlen der Menschen des europäischen Altertums nahebrachten. Diese Tradition soll durch die heuer zum zweiten Mal durchgeführte „Theaterwoche in den Antikensammlungen“ einen neuen Höhepunkt erfahren. Zur Aufführung kommen zwei zentrale und wirkmächtige Werke der antiken Literatur: die Hekabe des Euripidesund die Odyssee als modernes Epos von Nikos Kazantzakis

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