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Der März in Sachen Kunst

-Unsere Favoriten für die kommenden Tage-

Corona, das Virus verbreitet sich, wie die Berichte darüber. Die Wirtschaft lahmt, die Börsen reagieren mit Einbrüchen, Messen werden abgesagt, nicht nur die Art Basel in Hongkong, auch Deutschland hält mit Sicherheitsvorkehrungen Schritt. Ein Dominoeffekt, mit ungewissem Ausgang. Und wie reagiert die Kunst auf das Virus? Entsprechend rasant, wie beispielsweise die Mona Lisa mit Mundschutz, des Streetart Künstlers TV Boy, die vor gut einer Woche durch die Medien kursierte.

Was der März wohl bringen wird? In Sachen Kunst eine Fülle Durchmischtes, soviel die Prognosen. Ein Potpourri aus zeitgenössischer Kunst, Design, Film, Musik und Fotografie haben wir zusammengetragen. Wenn hier nichts dabei sein sollte, so empfehlen wir den Rückblick auf den Februar oder Januar. Möge es inspirieren.

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Lichtinstallation am Siegestor

Lichtinstallation des Künstlers Jan Kuck am Siegestor in München
– Lichtinstallation des Künstlers Jan Kuck am Siegestor in München –

DESIGN! or NO SIGN? – das ist hier die Frage. Der Designprozess ist mehr als nur die Gestaltung eines ästhetischen Produktes. Gelungenes Design setzt deutliche Zeichen und denkt unsere Zukunft mehrdimensional.Die Neoninstallation des Konzeptkünstlers Jan Kuck entstand exklusiv für die diesjährige Munich Creative Business Week, kurz MCBW. Der leuchtende Beitrag am Siegestor in München setzt sich mit der Bedeutung des Designs für die Gestaltung der Zukunft auseinander.

How To Hear A Painting

Für alle die sich Aufgrund der Ansteckungsgefahr nicht unter die Leute trauen, haben wir einen digitaler Kunstgenuss: How To Hear A Painting.

Nach der siebenjähriger Teilschließung präsentierte sich die Gemäldegalerie der alten Meister in Dresden am Tag der Wiedereröffnung mit einem ganz besonderen Konzertspektakel: Kunst traf auf zeitgenössischen Pop.

Die Musiker von Woods of Birnam haben 22 Bilder zum klingen gebracht – mal atmosphärisch ruig, mal wild und abgründig. ARTE Concert übertrug das Projekt direkt aus dem Dresdner Staatsschauspielhaus und hält es in der Mediathek bis 2025 vor. Das ganze Album „How To Hear A Painting“ der Band Woods of Birnman gibt es dann ganz offiziell ab 13. März für die Ohren.

THE ARCHITECTURE OF DECEPTION

Jojakim Cortis & Adrian Sonderegger, Making of „The last photo of the Titanic afloat“ (by Francis Browne, 1912), 2014.
Copyright Jojakim Cortis & Adrian Sonderegger, Courtesy East Wing.

Unter dem Titel „The Architecture of Deception“ wird der Gebäudetypus des BNKR-Bunkers in der Ungererstrasse zum konzeptionellen Ausgangspunkt. In der Außenansicht als Wohngebäude gestaltet, handelt es sich um einen Hochbunker, der 1943 vom nationalsozialistischen Regime erbaut wurde, um der Bevölkerung im Münchner Stadtteil Nord-Schwabing einen Schutzraum zur Verfügung zu stellen. Als Reaktion auf diese architektonische Irreführung werden die Kuratoren zeitgenössische Künstler zeigen, die sich in Ihrer Arbeit gezielt des Repertoires räumlicher und visueller Täuschung bedienen, um irritierende Raumerlebnisse zu schaffen. Darüber hinaus soll hinterfragt werden, welche durchaus kritische Rolle Kunst im Kontext ideologisch aufgeladener Projekte einnimmt. „The Architecture of Deception“ ermutigt den Betrachter auf spielerische und zugleich kritische Weise, das Offensichtliche zu hinterfragen. Dies soll uns daran erinnern, dass das, was wir sehen, stets eine Frage der Perspektive ist und daher kaum der Ausdruck einer umfassenden Realität sein kann.

Feuer und Flamme für zeitgenössische Kunst?

Welch‘ eine Frage! Absolut inflammt! Es gibt bald eine kostenlose Stadtkarte über die pulsierenden Orte der lokalen Kunstszene; HOTSPOTS OF ART. Das Release dazu gibts am 5.3.

  • Was: Hotspots of Art
  • Wann: 05.03.2020, Opening: 19 Uhr
  • Wo: Kreativquartier, Leonrodplatz, München

Kinofilm: Jenseits des Sichtbaren

Jenseits des Sichtbaren – Hilma af Klint

Die schwedische Künstlerin Hilma af Klint malte abstrakt, Jahre vor Kandinky. Im Jahre 1906 schuf Hilma af Klint das erste abstrakte Bild der Welt. Ihre Formen sind schwungvoll, harmonisch und kraftvoll zugleich. Lange Zeit galt sie vergessen, bis das Guggenheim in New York ihr epochales Werk Ende 2018 in einer großen Ausstellung würdigte.

Nun kommt ein Dokumentarfilm von Hilma at Klint in die Kinos: „Jenseits des Sichtbaren“ und gibt ihr den Raum, den Sie schon längst in der Kunstgeschichte hätte einnehmen sollen, nämlich neben ihren männlichen Zeitgenossen.

Die Geschichte der 10 Hände

Evgenia Huber 
  • *Ab sofort (13.3.2020) bis vorerst 31.3.2020 werden alle Veranstaltungen verschoben oder abgesagt.

Künstler werden zu Künstlern, wenn sie sich auf ihren eigenen individuellen Werdegang begeben. Es ist eine Entscheidung zur Freiheit hin, in der die Suche nach der subjektiven Wahrheit beginnt. Getragen ist dieser Lebensweg von ständigen Entscheidungen, Mut, Geradlinigkeit als auch Achterbahnfahrten. Das Werkzeug ihrer Lebensgeschichte sind die Hände. Die fünf Künstlerinnen IRINA LUPYNA, EVGENIA HUBER, SOUSSEN, VERONIKA SPLEISS und LJUBA STILLE erzählen durch die jeweilige künstlerische Ausdrucksweise die Geschichte ihrer Hände. Die Hände suchen und finden in ihren unterschiedlichen Schaffensprozessen immer wieder neue künstlerische Darstellungen. Die Hände kreieren, die Künstlerinnen beschreiten diese künstlerischen Wege.

MCBW

An jeder Ecke können Besucher an Vorträgen, Workshops, Konferenzen, Symposien, Empfängen, Ausstellungen, Vernissagen, Events und Aktionen zu Disziplinen wie Mode, Architektur, Kunst und Wirtschaft teilnehmen.

  • Was: MCBW
  • Wann: 07.03.2020-15.03.2020
  • Wo: Diverse Orte, München

JAJA – NEINNEIN – VIELLEICHT

Seit 1983 wagen die RischArt_Projekte immer wieder neue Wege, um Kunst in den öffentlichen Raum zu bringen. Kurz vor der Sanierung des Gasteig wird nun eine inhaltlich spannende Symbiose mit Europas größtem Kulturzentrum eingegangen. Im 3. Jahrzehnt des noch jungen 21. Jahrhunderts werden die teils ambivalenten Auswirkungen der immer schneller voranschreitenden Globalisierung auch auf lokaler Ebene zunehmend sichtbar. Der Mythos des Turmbaus zu Babel scheint Wirklichkeit geworden zu sein. Neben wichtigen Themen wie Klimawandel und Massenmigration stellt sich die Frage, wie man auch sprachlich die Welt neu ordnen bzw. überhaupt verstehen kann. 10 eingeladene Künstler/innen nähern sich dem vielschichtigen Thema Sprache und Kommunikation mit ihren speziell für den Gasteig konzipierten Arbeiten.

Sheela Gowda. It.. Matters

Sheela Gowda
Making of And…, 2007
© Sheela Gowda
  • Das LENBACHHAUS
    UND KUNSTBAU
    SIND BIS ZUM 
    19. APRIL 2020
    VORÜBERGEHEND 
    GESCHLOSSEN

Das Lenbachhaus zeigt die erste museale Einzelausstellung der Indischen Künstlerin Sheela Gowda in Deutschland. Für ihre raumgreifenden Installationen verwendet Gowda landesspezifische Materialien, die durch Beschaffenheit, Farbe oder Geruch eine narrative Atmosphäre erzeugen und zugleich metaphorische Kraft entfalten. Der künstlerische Einsatz von Kuhdung, Kumkum-Pulver, Kokosfasern, Haaren, Nadeln, Fäden, Steinen, Teerfässern oder Abdeckplanen verbindet Vorstellungen von Handwerk und von Alltagsgebrauch mit poetischer Aufladung und bezieht sich auf das städtische wie ländliche Leben in Indien.

  • Was: Sheela Gowda. It.. Matters
  • Wann: 31.03.2020-26.07.2020*
  • Wo: Städtische Galerie im Lenbachhaus / Kunstbau -Bahnstation Königsplatz, 80333 München

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