John de Andrea: Woman on Bed

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Ein paar Meter weiter im vierten Obergeschoss im mumok, liegt eine weitere lebensecht wirkende Skulptur – nicht Duane Hanson sondern der US amerikanische Bildhauer John de Andrea hat sie erschaffen. <Woman on Bed> – <Frau auf einem Bett> lautet der Titel. Im Gegensatz zu Hanson’s gehören Aktdarstellungen überwiegend zu John de Andrea’s Repertoire.

Mit einer wahnsinnigen Liebe zum Detail kreiert de Andrea seine Skulpturen. So auch bei Woman on Bed. Durch die Nacktheit umgibt das Werk eine wundersame fragile Aura. Etwas ganz privates, intimes, ja lebendiges scheint ihr innezuwohnen. Eine schlafende, die jeden Moment aufwachen könnte. Ein schöner, sonnengebräunter Körper. Grazil, jedoch keineswegs makellos.

Es ist faszinierend, fast berührend, wie behutsam die Besucher die Skulptur betrachten. Wie sie sich aus sicherer Distanz auf sie zubewegen, kurz hinschauen, um dann rasch weiterzugehen. So als würde man sie sonst gleich aufwecken. Auch ich brauche ein paar Anläufe bis ich ihr Näher komme. Sie wirkt real. Sehr real. Bizarr und kaum vorstellbar, dass eine Skulptur eine derartige Emotionalität auslösen kann. Ist mir lange nicht passiert. Großartig.

 

 

 

 

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