Martin Kippenberger – SEHR GUT | VERY GOOD: Teil I: weiße Bilder

< SEHR GUT | VERY GOOD> lautet der Titel der Kippenberger Ausstellung im Hamburger Bahnhof , die sich in drei Teilen über das ganze Haus zieht. Eine Bodenarbeit Kippenbergers im Ostflügel, seine “weißen Bilder”  im 1.OG des Hauptgebäudes und die Hauptarbeiten der Ausstellung in den ehemaligen Speditionshallen.

Nach dem lösen der Eintrittskarte sticht dem Besucher gleich der Schriftzug im ersten 1. Obergeschoss ins Auge. Hier startet die mehrteilige Installation <weiße Bilder> (1991) die bislang kaum der Öffentlichkeit gezeigt wurde.  Elf weiße Leinwände, die in die weiße Wand eingespachtelt sind und praktisch eins mit ihr werden. Damit spielt er den Museums- und Galerieraum, den sogenannten <white Cube> an. Die ästhetische und geordnete Anordnung ist für Kippenberger eher ungewöhnlich.

Tritt man näher heran, ist eine durchsichtig glänzende Kinderschrift auf den Bildern zu erkennen. Kippenberger bat den 9 jährigen Sohn einer befreundeten Familie beim betrachten einiger Ausstellungskataloge, die darin abgebildeten Werke mit einem Satz zu beschreiben und very good darunter zu schreiben. Später schrieb er die Sätze zusätzlich nach Vorlage ins englische ab. Kippenberger projizierte diese Sätze inklusive aller Rechtschreibfehler auf große weiße Leinwände und übertrug die Schrift mit weißem Lack.

Der Titel der Ausstellung “Martin Kippenberger: sehr gut | very good” bezieht sich aber nicht nur auf die weißen Bilder, sondern auch auf das von Kippenberger 1978 publizierte Magazin “sehr gut. very good”, das in den ehemaligen Speditionshallen zu sehen ist.

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