Augen für einen am Baum angeketteten Klappstuhl

Kunst von Raimund Kummer im Münchner Petuelpark

Wer hier die Assoziation von Gurken in einem Gewächshaus hat, der irrt. Die deformierten Gebilde aus Murano-Glas entpuppen sich als Augen.

Wie medizinische Modelle hängen sie leblos inmitten eines achteckigen Pavillon, gleich am Anfang des Petuelparks. Die achteckige Form, ein Oktogon steht in der Baugeschichte für repräsentative Bauten. Diese Bauten hatten immer eine eine Schlüsselfunktion, sei es aus ästhetischer oder inhaltlicher Sicht. Sie sollten einem Ort einen ganz besonders unterstreichen.

Der Künstler Raimund Kummer (*1954) wählte durchdacht diese Präsentationsform seiner Skulptur „Augen für einen am Baum angeketteten Klappstuhl“ aus dem Jahr 2004, die im Rahmen von QUIVID, dem Kunst am Bau Programm der Stadt München entstand.

Gut Sichtbar; von Außen nach innen und innen nach außen. Provokativ und fragil. Organisch, menschlich, pflanzlich – eine Mixtur aus alledem.

Die Pupillen sehen nach unten. Was sie wohl gesehen haben oder sehen sie immer noch?

2 Kommentare zu “Kunst von Raimund Kummer im Münchner Petuelpark

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