Erledigt sich alles von selbst? Frage vom Künstlerduo Fischli und Weiss

Was passiert eigentlich mit Kunstwerken die beschädigt sind?

Es ist wieder einmal an der Zeit für ein paar Inspirationen rund um die Kunst am Donnerstag. Heute mit Fragen zur Kunst und noch weniger Antworten.

⇒ Was passiert eigentlich mit Kunstwerken die beschädigt sind?

Der italienische Avandgardkünstler Lucio Fontana zerschnitt seine Leinwände mit einem Messer. Er zerstörte damit den Bildträger und kehrte so der traditionellen Malerei den Rücken. Das gehörte zu seiner Kunst. Was aber passiert mit Kunstwerken die so beschädigt sind, dass sie nicht mehr zu reparieren sind. Irreparable. Totalschaden sozusagen. Diese Frage kommt mir oft in den Sinn, dann verwerfe ich sie wieder. Antworten darauf gibt derzeit die Ausstellung <No longer Art: Salvage Art Institute> im BNKR.

⇒ Ist das die Kunst von morgen?

[E.01.23] Neun Performende bewegen sich in einer Aktion kollektiv handelnd an verschiedenen Orten Münchens. Die Kommunikation und die Kommandos zu den ausgeführten Handlungen erfolgen ausschließlich durch Smartphones mittels der Social-Media-Gruppe „Global [Sw]arming“ in WhatsApp. Der Chatverlauf, die Fotos und Videos werden ausschließlich via Blogeintrag auf dieser Website veröffentlicht.

⇒  Braucht es diese Art von feministischer Kunst aufgrund einer Mauer männlicher Kultur?

Diese Frage stellte ich mir schon bei Carolee Schneemann’s Ausstellung <Kinetische Malerei>, die nach den Stationen in Salzburg und Frankfurt nun im MoMA in New York zu sehen ist. Die Frage, ob es diese Art von feministischer Kunst aufgrund einer Mauer männlicher Kultur braucht, ist aktueller denn je und ich stelle sie mir wieder bei VALIE EXPORT, einer Pionierin der feministischen Kunst. Seit einer Woche mit ihrer Ausstellung Body Configurations in Paris. Oh, ich freue mich darauf und wie.

  • Ausstellung: Body Configurations 
  • Ausstellungsdauer: 12.01.2018 – 24.02.2018
  • Ausstellungsort: GALERIE THADDAEUS ROPAC – MARAIS, 7 RUE DEBELLEYME, FR-75003 PARIS 
⇒  Wann kommt denn nun der Schnee?

Circa Minus 3 Grad Celsius braucht es, um das Projekt in Gang zu setzen. <CLOUDS> vom Künstler Philipp Messner, der vor zwei Jahren vor der Pinakothek der Moderne in München deutlich bessere Witterungsbedingungen hatte. Vielleicht wird’s ja noch. Schneekanonen liefern eingefärbten Schnee. Die Botschaft dahinter ist so einfach, wie komplex. Temporär, vergänglich, natürlich, unnatürlich und stetig im Wandel. Was ist künstlich, was ist echt?

  • Ausstellung: CLOUDS
  • Ausstellungsdauer: 05.12.2017 bis 18.02.2018 (je nach meterologischen Bedingungen)
  • Ausstellungsort: vor dem Neuen Museum Nürnberg, KLARISSENPLATZ, 90402 Nürnberg
⇒ „Erledigt sich alles von selbst?“

Fragen über Fragen. Viele Fragen des Künstlerduos Fischli & Weiss. Immer gerne lese ich in diesem Büchlein, in deutsch* oder auch in englisch*.

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