Ein Wimpernschlag

Was ist da nur passiert? Warum das tränenunterdrückte Gesicht?

Die Hand vor dem Mund. Was soll versteckt werden? Ist es Freude oder Schmerz? Beides liegt ja nah beieinander.

Es war genau dieses Bild, dass mich vor gut zehn Jahren zu tiefst berührte. Heute immer noch – jedoch abgewandelt in der Zeit. <Meine Hand ist Deine Bewegung> von Cornelia Schleime.

In Tübingen war es zu sehen, in der Kunsthalle, 2008, neben vielen anderen herausragenden Werken – über den Sommer. Eine Zeit, in der ich tief von innovativen Mobile Applicationen, webbasierten Softwareprodukten und allgemeinen Führungschallenges eingenommen war. Vieles rückte in den Hintergrund. Die Prioritäten waren verschoben, unausgewogen, einseitig. Doch auch die Zeit war wichtig. Rückblickend; wie so vieles.

Das Original habe ich noch nie gesehen. Auch wenn ich mich noch so anstrengte,  es in irgend einer anderen Schau zu entdecken. Der Katalog hat in meinem Bücherregal seither seinen festen Platz, obwohl da doch sonst nur Ansichten Platz finden, die ich besucht habe. Bei ihr war es anders. Ganz anders. Ich weiß immer noch nicht genau warum.

Nun ist es wieder zu sehen – in Berlin. Ein Wimpernschlag. Einer Retrospektive. Ein Einblick auf ihr Schaffen von den 1980’ern bis heute. Ein neuer Katalog.

Ach, ich freu‘ mich darauf, auf < Ein Wimpernschlag >. Und noch eine, vielversprechende, < Cherchez La Femme > von der ich am Wochenende in diesem Journal erfahren habe. Ach, ich freu‘ mich auf Berlin. Endlich wieder einmal Berlin.

 

 

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