Review Biennale Venedig – der deutsche Pavillon

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In einer Woche endet sie, die Biennale 2015. Was bleibt? Was schwindet? Was verstärkt?

Zeit hatte ich. Zeit, um all die Impressionen sacken zu lassen, die auf der Biennale in Venedig auf mich eingeströmt sind. In einer Woche endet sie, die Biennale. Was bleibt? Was schwindet? Was verstärkt? Es sind immer noch die großen Bilder, die spontan ins Gedächtnis stürzen: so der Deutsche Pavillon, bewusst an erster Stelle und das nicht nur des Patriotismus wegen. In Venedig selbst, war ich da noch ganz anderer Meinung. Doch die Zeit ändert, das ist mir nicht neu. Ein Fülle an überströmender Tiefe. Komplex; fern ab ästhetischer Sammlerkunst. Fünf Künstler – vier Arbeiten.

Im Obergeschoss angekommen, empfängt den Besucher sofort die Flüchtlingsdebatte. Aktueller denn je. Der Dokumentarfotograf Tobias Zielonys 

Gefolgt von Jasmina Metwaly und Philip Rizk, die mit einer langatmigen Film- und Soundinstallation und einer skulpurale Bodenplatten-Arbeit das Ende einer ägyptischen Fabrik nacherzählen.

Im Untergeschoss gelangt der Besucher in einen ganz eigenen Kosmos. Die Künstlerin Hito Steyerls kreiierte ein futuristisches Kabinett. Ein Lichtkubus, Liegestühle und eine Leinwand samt Videoprojektion erwarten den Besucher.  Man liegt bequem auf Liegestühlen -sofern man sich ausgiebig einlassen will, auf die Reise – ein Raum zum herunterkühlen. Herrlich durchdacht.

Und dann ist da noch Olafur Eliasson  auf dem Dach des Pavillons. Ab und zu sieht man die Protagonisten von da oben aus selbst geschnitzte Bummerangs werfen- die Windrichtung über die Zeit als Gesamtkunstwerk.

Die ganze Weite vor und hinter einem. Groß – wahrlich groß. Chapeaux.

 

 

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