Abschied von Ikarus

Sagen Euch Künstler wie Wolfram Adalbert Scheffler, Lothar Zitzmann, Wolfgang Peuker, Josep Renau, Eberhard Heiland, Hans-Peter Szyska, Doris Ziegler, Trak Wendisch oder Wolfgang Mattheuer etwas? Mir bisher leider noch nicht.

Unter dem Motto <Abschied von Ikarus. Bildwelten in der DDR – neu gesehen> zeigt die Klassik Stiftung Weimar im neue Museum rund 260 Arbeiten der Malerei, Grafik, Fotografie und Skulptur.

Keine Einheitskunst, obwohl einheitliche Kunstpolitik – zwischen staatlichem Auftrag und Repression mit  unendlich vielen Schattierungen dazwischen, selbst klassische Arbeiterbilder werden teils zu Zeugnissen der Enttäuschung. Überhaupt, ist es an der Zeit sich mit der Kunst der DDR zu beschäftigen, denn nach 1989 verschwand sozialistische Kunst in den Depots vieler Museen und Betriebe, die wurden in den letzen drei Jahren durchforstet.

Hintergrund der Ausstellungen ist das vom Bund finanzierte Langzeitprojekt <Bildatlas>: Kunst in der DDR”. In dem dreijährigen <Bildatlas”-Projekt> hatten Wissenschaftler DDR-Kunst in Museen, Wirtschaftsunternehmen und Sondereinrichtungen, die nach der Wiedervereinigung den Kunstbesitz von Parteien, Massenorganisationen und Betrieben der DDR übernommen hatten, dokumentiert. Insgesamt wurden 20.000 Kunstwerke in 160 Sammlungen erfasst. Der <Bildatlas> wurde gemeinsam von Soziologen der Technischen Universität Dresden, den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, dem Kunstarchiv Beeskow und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam erarbeitet.

Parallel hierzu gibt es zwei weitere Ausstellungen zur Thematik. Das Erfurter Angermuseum zeigt  <Tischgespräche mit Luther> Christliche Bilder in einer atheistischen Welt (hierzu demnächst mehr) und die Kunstsammlungen Gera steht unter dem Motto <Schaffens(t)räume> das Atelier als Ort des Künstlers im Mittelpunkt.

5 Kommentare zu “Abschied von Ikarus

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