Fragile Fragile unterwegs in sachen Kunst

Die neuen Ausstellungen im Februar

Fragile Fragile unterwegs in sachen KunstWenn es draußen kalt ist, dann läuft alles ein wenig ruhiger in der Stadt. Die Leute sehen zu, dass sie schnell ins Warme kommen. Nur das Nötigste erledigen. In der Kunst scheint es ähnlich, zumindest in München. Denn viele Ausstellungen befinden sich gerade im Aufbau und so kommt es, dass gerade gegen Ende des Monats einiges los ist. Deshalb gibt’s heute einfach mal eine Auflistung der neuen Ausstellungen im Februar:

⇒ Kiki Smith: Procession im Haus der Kunst

Kiki Smith befasst sich mit den politischen, sozialen, philosophischen und geistigen Aspekten der menschlichen Natur. Furchtlos erkundet sie den Körper und setzt sich zugleich auf komplexe Weise mit der „conditio humana“ auseinander. Ihre Werke verhandeln Fragen von Alter und Tod, Verwundung und Heilung, Wiederbelebung, Fragmentierung, Geburt, Sexualität, Gender und Erinnerung. Neben Skulpturen produziert Smith vor allem Zeichnungen, Radierungen und Lithographien, aber auch Künstlerbücher, Fotografien, Videos sowie in jüngster Zeit auch Bildteppiche. Dabei greift sie ebenso auf traditionelle wie moderne handwerkliche Verfahren zurück. Bemerkenswert ist die Vielfalt der von ihr verwendeten Materialien, darunter unter anderem Bronze, Gips, Glas, Porzellan, Papier, Aluminium, Latex, Federn und Bienenwachs.

  • Ausstellung: Kiki Smith: Procession
    Ausstellungsdauer: 03.02.2017 – 03.06.2018
    Ausstellungsort: Haus der Kunst München, Prinzregentenstr. 1, 80538 München
⇒ A Muslim, A Christian and a Jew. Eran Shakine Im Jüdischen Museum

In seiner aktuellen Serie setzt sich der israelische Künstler Eran Shakine humorvoll-kritisch mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden der drei großen Weltreligionen Islam, Christentums und Judentum auseinander.
In skizzenhaften Zeichnungen aus Ölwachskreide erkunden ein Muslim, ein Christ und ein Jude als äußerlich nicht unterscheidbares Trio das Leben. Auf der Suche nach den gemeinsamen Ursprüngen ihrer Religion geraten sie in alltägliche und absurde Situationen.

 

⇒ SkizzenBuchGeschichte[n] SKIZZENBÜCHER DER STAATLICHEN GRAPHISCHEN SAMMLUNG MÜNCHEN

Zeichnen und Schreiben in Skizzenbüchern sind seit Jahrhunderten und bis heute wesentlicher Bestandteil künstlerischer Praxis. Die graphischen Spuren in den Büchern sind geprägt durch große Unmittelbarkeit wie Heterogenität: Wahrnehmungen, Gedanken und Erinnerung können bewahrt, strukturiert und reflektiert werden. Gleichzeitig bieten Skizzenbücher einen geschützten Raum, um jenseits aller ästhetischen Erwartungen und Konventionen Neues zu entwickeln. Mit der Ausstellung wird das Thema Skizzenbuch erstmals im Mittelpunkt einer umfassenden musealen Präsentation stehen.

⇒ The Concept of Lines im Kunstfoyer

Das Programm des Kunstfoyers startet 2018 mit einer Ausstellung hochästhetischer Fotografien von drei Großmeistern des Metiers: Richard Avedon, George Hoyningen-Huene und Irving Penn – jeder einzelne dieser Fotografen stellt für sich bereits ein unschlagbares Highlight der amerikanischen Fotografiegeschichte dar. Die subtile Handhabung der Linie eint als signifikantes Merkmal die Arbeiten dieser drei Ikonen, ist dabei aber in Abhängigkeit von der jeweiligen Stilistik des Fotografen sehr unterschiedlich definiert. Gezeigt werden Porträts prominenter Persönlichkeiten, zudem außergewöhnliche Modeinszenierungen, Akte und Körperbilder.

  • Ausstellung: The Concept of Lines.  Richard Avedon, George Hoyningen-Huene und Irving Penn. Werke aus der Sammlung F.C. Gundlach
    Ausstellungsdauer: 21.02.2018 – 10.05.2018
    Ausstellungsort: Kunstfoyer, Maximilianstr. 53, 80530 München

 

⇒ Generations: Künstlerinnen im Dialog Part l in der Sammlung Goetz

Die Sammlung Goetz feiert 2018 ihr 25-jähriges Bestehen mit einer 3-teiligen Ausstellung, die sich dem künstlerischen Schaffen von Frauen widmet. Gezeigt werden nahezu 200 Arbeiten angefangen von Zeichnungen, über Fotografien, Gemälde und Skulpturen bis hin zu Filmen und umfangreichen Installationen von mehr als 40 Künstlerinnen in einem generationsübergreifenden Dialog. Höchste Zeit hier mal wieder vorbei zu schauen.

⇒Rudolf Bott: Enduro in der Villa Stuck

Eine umfassende Werkschau mit Arbeiten des Gold- und Silberschmieds Rudolf Bott präsentiert die Villa Stuck in den Historischen Räumen.

  • Ausstellung: Rudolf Bott: Enduro
    Ausstellungsdauer: 22.02.2018 – 13.05.2018
    Ausstellungsort: Museum Villa Stuck, Prinzregentenstr. 60, 81675 München
⇒ Doppelpass I: Samen, die in den Morgen drängen

Die Ausstellung ‚Samen, die in den Morgen drängen‘ bildet den Auftakt des neuen Ausstellungszyklus ‘Doppelpass‘, der jeweils zwei KünstlerInnen auf den Ausstellungsraum der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst reagieren lässt. Die Verbindungen zwischen den ausgewählten Künstlern sind vielfältig: So spielen Freundschaft, Familie oder kuratorische Zuordnung eine zentrale Rolle. Gemeinsam ist den Ausstellungen, dass der Dialog nicht nur zwischen Kuratorin und Künstler oder Kunstwerk und Besucher angeregt wird, sondern dass alle Beteiligten in den Entstehungsprozess miteinbezogen werden. Von den Künstlern wird weit mehr verlangt, als nur auf die Gegebenheiten des Raumes zu reagieren: Sie müssen sich früh mit den Setzungen des anderen befassen.

 

⇒ Du bist Faust: Goethes Drama in der Kunst in der Kunsthalle München

Auf diese Ausstellungen freue ich mich schon ganz besonders. Nicht nur weil sie genau an meinem Geburtstag startet. Die Ausstellung präsentiert mehr als 150 Gemälde, Grafiken, Skulpturen, Fotografien, Vertonungen und Filme von Künstlern aus Europa und den USA. Die innovativ inszenierte Schau nimmt die Besucher mit auf eine Reise durch das Drama und macht sie zu Weggefährten Fausts auf seiner rastlosen Suche nach Sinn und Ziel des modernen Lebens. Zeitgleich zur Ausstellung findet das Faust-Festival München 2018 statt – initiiert von der Kunsthalle München und vom Gasteig München.

 

2 Kommentare zu “Die neuen Ausstellungen im Februar

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