Schattenspiel

Bevor die Tage wieder länger werden, gibts mal wieder einen Beitrag über Kunst im öffentlichen Raum; denn tagsüber ist es eine ganz normale Häuserfassade in der Gabelsbergerstraße in München gegenüber der Pinakothek der Moderne. Mit Einbruch der Dunkelheit erscheint jeoch ein Bild, erst zaghaft, dann ganz sichtbar – ein Schattenkunstwerk.

Fabrizio Cornelis heißt der Künstler und seit einer Ausstellung in der Galerie Rütz im Jahr 2010  erscheint diese wunderbare Schattenskulptur täglich mit Einbruch der Nacht. Fabrizio Cornelis’ Licht-und Schatten-Arbeiten spielen mit unserer Wahrnehmung – Was sehen wir? Was erkennen wir? Was begreifen wir? Er hat Prinzip der Anamorphose (Bilder die unter einem bestimmten Blickwinkel mit Hilfe von Spiegeln oder Prismen sichtbar werden) aufgegriffen und konsequent in das 21. Jahrhundert übersetzt: Nicht mehr der bestimmte Standort lässt den Betrachter das Zerrbild korrigieren, sondern die gezielte Lichtvorgabe aus der Steckdose. Wer seine Kunst sehen will, braucht Energie in Form von gezieltem Licht. Großartig.

2 Kommentare zu “Schattenspiel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.