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Andrej Krementschouk | Zone – Heimat Tschernobyl zu sehen in Mannheim vom 20.03. – 31.07.2011

Die Ausstellung „Zone – Heimat. Tschernobyl“ zeigt anlässlich der atomaren Katastrophe vor 25 Jahren knapp 100 Bilder des Fotografen Andrej Krementschouk.

Eine Auswahl dieser Fotos waren ebenfalls in der Ausstellung „Die Stadt. Vom werden und Vergehen.“ zu sehen.

Die verlassene Bibliothek in Prypjat – Metapher für die Vergänglichkeit, auch für Kultur. Damals alles noch weit entfernt vom aktuellen Atomreaktorunglück in Fukushima, das sich kurz vor dem 25. Jahrestag des bisher größten anzunehmenden Unfalls der technischen Zivilisation in Tschernobyl ereignete. Fast unheimlich wirkt das zeitliche Zusammentreffen.

Seit 3 Jahren fotografiert Krementschouk dort, wo es noch heute gefährlich strahlt; das verlassene Prypjat direkt am Sarkophag, die Landschaft in der verstrahlten Umgebung, Menschen die tatsächlich wieder dort wohnen. In der 30 km-Zone um Tschernobyl lebten vor 25 Jahren 300 000 Menschen; heute sind es wenige 100  meist Alte, die in ihrer Heimat sterben wollen.

Krementschouks Fotos klagen nicht an, sie zeigen die surreale Schönheit der Zerstörung, zeigen die Natur, die wie ein apokalyptischer Garten wuchert.

Seine poetische Bilder zeigen den Kontrast zwischen einer unbeherrschbaren Technik und dem Leben.  Mit den aktuellen Bildern aus Japan im Hinterkopf scheinen manche fast zu schön…

Quellen: http://www.zephyr-mannheim.de
http://krementschouk.com/

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