A.E.I.O.U Anselm Kiefer

Anselm Kiefer: A.E.I.O.U.

A.E.I.O.U Anselm Kiefer
A.E.I.O.U Anselm Kiefer
A.E.I.O.U Anselm Kiefer
A.E.I.O.U Anselm Kiefer

Auf dem Walk of Modern Art in Salzburg Teil II

A.E.I.O.U. – „Alles Erdreich ist Österreich untertan“

Anselm Kiefer’s „A.E.I.O.U.“  ist das erst enstande Werk aus dem Jahre 2002 auf dem Walk of Modern Art in Salzburg. Das  Kunstwerk ist begehbar, leider war es am Dienstag verschlossen, sodass mir nur der Blick von außen ins Innere möglich war: Ein großformatiges Bild, ein Regal mit Bleibüchern und eine Wandaufschrift.

Der Kubus – inmitten des Furtwänglerparks – wurde exakt nach den Angaben des Künstlers gebaut und eingerichtet. Die Stellage mit den sechzig bleiernen Büchern, aus denen Zweige marokkanischer Dornenbüsche herauszuwachsen scheinen, und das gegenüber befindliche Bild „Wach im Zigeunerlager“ treten zueinander in Beziehung.

Das Gemälde ist teilweise mit Natodraht bespannt und zitiert eine Strophe aus Ingeborg Bachmanns Gedicht „Das Spiel ist aus*“. Es zeigt zum Trocknen ausgelegte Lehmziegel – eine Anspielung auf die Keilschrift der Sumerer. Die Aufschrift lautet: „Wach im Zigeunerlager und wach im Wüstenzelt es rinnt uns der Sand aus den Haaren, dein und mein Alter und das Alter der Welt misst man nicht nach den Jahren“. Zigeunerlager und Wüstenzelt sind Sprachbilder für das Nomadisierende unserer Existenz zwischen den Seins- und den Zustandsformen der Zeit, auch eine Anspielung auf die Flüchtigkeit der Zeit, für Kiefer ein Thema, das gerade die Stadt Salzburg angeht.

Anselm Kiefer: „Ich habe mir vorgestellt, dass der Raum in eine Art Dornröschenschlaf gefallen ist. Jeder Besucher kann das Werk zum Leben erwecken, so wie der Ritter aus dem Märchen Dornröschen wach küsste.“

Der Künstler nennt seinen Beitrag zum Kunstprojekt Salzburg „A.E.I.O.U.“ Kaiser Friedrich III. benutzte diese Vokale als eine Art Verschlüsselung seiner imperialistischen Ansprüche. „Alles Erdreich ist Österreich untertan“.

Teil I 

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