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Von der Kunst dabei zu sein

“ …Das größte Problem von München ist, dass sich die zwei, drei, vier Gesellschaften nicht mischen. …man kann sie nicht gleichzeitig abholen. …“ hat Chris Dercon einmal in einem Gespräch zu Matthias Lilienthal gesagt, bevor er Intendant bei den Münchner Kammerspielen wurde. Nun endet Lilienthals Vertrag 2020. Zu wenig Rückhalt in der CSU. Schade, sehr schade für München. Höchste Zeit, die verbleibenden Tage zu nutzen, um in die Kammerspiele zu gehen. Deshalb streife ich heute ein wenig die Schauspielluft neben der Kunst, bei der es sich diesmal nur um Frauen dreht:

⇒ bitch Material

„bitch MATERial “ feiert die Frau als Schaffende. Ein fokussierter Blick auf Werke von Künstlerinnen zum Thema Mutterrolle eröffnet diese Ausstellung in Berlin. Es geht um Innenansichten, Außenwahrnehmungen, Rollenbilder, die von der Norm abweichen oder auch den Mann als Mutter zeigen. Hot chicks. Working mums. Muttertiere. Zudem Exponate die das Thema reflektieren, hinterfragen oder negieren. Wer nicht rechtzeitig nach Berlin kommt, kann online beim Druck des dazugehörigen Kunstbuchs via Crowdfunding unterstützen und später darin blättern.

  • Ausstellung: bitchMATERial
    Ausstellungsdauer: 22.03.2018 bis 08.04.2018
    Ausstellungsort: Studio 1, Kunstquartier Bethanien, Mariannenpl. 2, 10997 Berlin

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⇒ Female Female

Frauen sind natürlich nicht die besseren Menschen. Aber vielleicht schauen sie genauer hin. Vielleicht fällt es ihnen leichter, nicht nur das verführerisch Schöne, sondern auch das brutal Hässliche zu sehen. Das jedenfalls ist der Eindruck, den man gewinnt, wenn man die Werke der zwölf Künstlerinnen in der Gruppenausstellung „FEMALE, FEMALE“ betrachtet.

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⇒ Virtual Normality – Netzkünstlerinnen 2.0

Sie übertragen ihr Leben, spielen Charaktere, schaffen ein Alter Ego, schlüpfen in Rollen und führen so Stereotype, Klischees und Archetypen vor Augen. Sie verwischen bewusst die Grenzen zwischen Kunst und Leben – manchmal bis zur Unkenntlichkeit. Die Ausstellung widmet sich dem weiblichen Blick im Zeitalter digitaler Inszenierung.  Oh, ich muss unbedingt nach Leipzig.

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⇒ Female Diversity

Die poetischen Fotografien von Sung-Hee Seewald haben mich sofort verzaubert. Tiefgründig und vor allem authentisch. Nun hat sie ein neues Fotoprojekt „Female Diversity“ gestartet, indem sie die weibliche Vielfalt in all ihren Facetten portraitiert. Schön, einzigartig und individuell.

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⇒ Münchner Kammerspiele:  MIRANDA JULYS DER ERSTE FIESE TYP

Die Protagonistin Cheryl Glickman, Anfang 40, alleinstehend und erfolgreich, leidet. Sie hat Schluckbeschwerden. Und einen Kloß im Hals, der einfach nicht verschwinden will. Philip, ihr Kollege und seit jeher ihr „Liebhaber in Gedanken“, hat ihr deswegen einen Chromatherapeuten empfohlen. Und da wird sie ihm zuliebe auch hingehen. Auch wenn sich schließlich herausstellt, dass der über 60-jährige Philip eine andere liebt. Und – diese andere erst 16 ist. Eines Tages zieht Clee, die grad 20-jährige Tochter ihrer Chefs, bei Cheryl ein. Clee hängt vor allem ab: Sie mag Fernsehen, Chips und Cola Light. Zunächst heißt es, sie bleibe nur für ein paar Tage. Doch dann breitet sie sich lust- und gewaltvoll in Cheryls Leben aus.“ Großartig gepielt, in verschiedenen Rollen von vier Schauspielerinnen.

 

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