Museum Brandhorst

Der Juni in Sachen Kunst

Die Museen haben wieder geöffnet. Nun können Besucher*innen wieder Originale bestaunen. Alles läuft unter den allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln. Maske ist Pflicht, die Personenzahl je Raum ist beschränkt, ebenso die Laufrichtung. Auch Museumsshops haben wieder geöffnet, die Schließfächer sind die neue Gaderoben und entsprechend begrenzt. First come, first serve – am besten die großen Taschen gleich zu hause lassen. Wer eine Pause im Museumscafé einlegen will, muss ich noch ein wenig gedulden, die Wiedereröffnung befinden sich in Vorbereitung . Alles ist in Bewegung und vieles anders.

Bleibt zu wünschen, dass die digitalen Angebote, die vor allem während der Zeit des Shutdowns in rasanter Geschwindigkeit entstanden sind, fortbestehen und weiterentwickelt werden.

Genug der einführenden Worte, hier sind unsere Favoriten in Sachen Kunst für die kommenden Tage für drinnen und draußen:

Live Dialogführungen der Pinakotheken

Unbedingt weitermachen! Unbedingt! Bitte!

Oh wie schade. Heute fand zum letzten Mal die Live-Dialogführung der Pinakotheken auf Instagram statt.

Während der Zeit des Shutdowns gab es zwei mal wöchentlich digitale Hintergründe zu verschiedenen Kunstwerken zu entdecken. Aufkommende Fragen konnten gleich Live über Chat gestellt werden. Kunst in der Mittagspause sozusagen.

Carl Spitzwegs „Ein Einsiedler, Violine spielend“ wurde heute unter die Lupe genommen. Eine Woche lang ist der Kunst-Dialog zwischen Urte Ehlers und Max Westphal auf dem Instagram-Kanal @pinakotheken abrufbar. 

Wann: 29.05. | 13.30-14.00 UHR – bis 05.06 abrufbar
Wo:  www.instagram.com/pinakotheken

75 Jahre Rainer Werner Fassbinder

Rainer Werner Fassbinder

Der Regisseur, Produzent, Autor und Schauspieler Rainer Werner Fassbinder starb viel zu früh und hinterließ in kurzer Zeit ein riesiges Œuvre.

Am Sonntag wäre er 75 Jahre alt geworden. Anlässlich seines Geburtstages am 31. Mai bietet das Deutsche Filminstitut Filmmuseum auf seiner Website, als auch auf deren Social-Media-Kanälen ein großes Fassbinder Online-Programm.

Darüberhinaus läuft bis August in der  Arte Mediathek seine großartige 14-teilige Serie „Berlin Alexanderplatz“, eine melodramatische und analytische Erzählung der Weimarer Republik.

Wem das zu viel Online-Modus ist oder wer noch nicht genug von Fassbinder hat, der kann über seine Werke an der frischen Luft laufen. Auf dem 400 qm großen „Asphaltsee“ des Rainer-Werner-Fassbinderplatzes, vor der Freiheizhalle sind in Gussasphalt alle 43 Filmtitel, 11 Theaterstücke und Hörspiele Rainer Werner Fassbinders geprägt und erinnern an sein schwindelerregendes Werk.

  • Was: Kunst an der frischen Luft: Asphaltsee
  • Wo: Rainer Werner Fassbinder Platz, 80636 München

Die Koalas im Leipziger Zoo sind sicher; einsam

Sebastian Jung im fructa space – Foto: Malte Wandel

„Die Koalas im Leipziger Zoo sind sicher; einsam“ ist eine Betrachtung über Beharrlichkeit. Präsentiert werden Gemälde, Zeichnungen, Klang- und plastische Arbeiten.

Ab Freitag, 15. Mai, kann Sebastian Jung’s intime, multimediale Installation im fructa space in privater Atmosphäre besucht werden. Code anfordern und eintauchen.

Mode und andere Neurosen
Gespräche zur Kunst

„Mode und andere Neurosen“ ist eine vierteilige „Zeitreise“ durch Kunst und Mode der Postmoderne. Patrizia Dander, leitende Kuratorin am Museum Brandhorst und Katja Eichinger, Autorin und Fotografin, unterhalten sich in jeder Folge vor einem anderen Werk aus dem Museum Brandhorst.

BRIGITTE YOSHIKO PRUCHNOW MONO NO AWARE – 物の哀れ

Der japanische Ausdruck »mono no aware«, der seinen Ursprung im Buddhismus hat, lässt sich vereinfacht als die Traurigkeit der Dinge beschreiben, im Englischen übrigens auch häufig als »the ahh-ness of things« bezeichnet. Hinter dem chinesischen Schriftzeichen 哀 verbirgt sich zunächst die Bedeutung für Trauer oder Schmerz, im Wesentlichen jedoch auch das Erlebnis tiefster Ergriffenheit und Emotionen der Freude und Liebe. Diesen Zustand visiert die deutsch-japanische Malerin Brigitte Yoshiko Pruchnow sowohl in ihrem Arbeitsprozess, als auch in ihren Motiven an.

SHEELA GOWDA. IT.. MATTERS

Das Lenbachhaus eröffnete aufgrund des Shutdowns die Ausstellung der indischen Künstler in „Sheela Gowda. It..Matters“ im April digital und verlängert sie nun analog bis zum 18. Oktober.

Wer nicht in ins Lenbachhaus kommt, hat auf jeden Fall die Möglichkeit, den Dokumentarfilm „Shedding Light„, der im Rahmen der Ausstellung entstanden ist, anzusehen. Er enthält Interviews mit Ute Meta Bauer, Sheela Gowda, Eva Huttenlauch, Zehra Jumabhoy und Hans Ulrich Obrist.

  • Was: Sheela Gowda. It.. Matters
  • Wann: 31.03.2020-18.10.2020
  • Wo: Städtische Galerie im Lenbachhaus / Kunstbau -Bahnstation Königsplatz, 80333 München

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